Donnerstag, 25. Oktober 2012

Wunderschönes Rügen: Sassnitz mit zwei S


Wunderschönes Rügen: Sassnitz mit zwei S


Bis zum Jahr 1993 hieß der Badeort Saßnitz, er war Anfang des 20. Jh. aus der Zusammenlegung der Orte Crampas und Saßnitz auf der Halbinsel Jasmund entstanden. Viele berühmte Persönlichkeiten haben hier im Nordosten von Rügen Urlaub gemacht und lobende Worte für die Landschaft gefunden, u. a. der Schriftsteller Theodor Fontane, der den Liebhaber seiner Romanheldin „Effi Briest“ nach dem Ort Crampas auf Rügen benannte.

Seit der Wende erstrahlte die imposante Bäderarchitektur von Sassnitz nach und nach wieder in strahlendem Weiß, der denkbar attraktivste Kontrast zum Ostsee-Blau. Das Seebad mit den vielen Wäldern und Gehölzen zählt heute über 10.000 Einwohner. Bekannt ist die Region besonders wegen der Kreidefelsen, darunter der Königsstuhl mit einer Höhe von 118 Metern. Der Piekberg ist mit 161 Metern die höchste Erhebung auf der Ostseeinsel. Beide gehören zum Nationalpark Jasmund, der rund 3.000 ha groß ist. Die Gesamtfläche des kleinsten deutschen Nationalparks setzt sich aus 2.200 ha Wald und aus 800 ha Meer, Kreidebrüchen, Wiesen und Mooren zusammen. Typischer Baum für diese Region ist die Rotbuche.  

Eine Attraktion in Sassnitz ist der Hafen Mukran. Fährschiffe und Kreuzfahrt-Schiffe legen hier an, es gibt Kreuzfahrt Angebote für regelmäßige Verbindungen nach Schweden (Trelleborg sowie der „Wallander-Tatort“ Ystad, eine Art Wallfahrtsort für eifrige Mankell-Krimi-Leser) sowie Dänemark (Rønne auf Bornholm), Litauen (Klaipeda) und Russland (St. Petersburg über das lettische Venspils). Im Jahr 1998 wurde in Sassnitz-Mukran der größte deutsche Eisenbahn-Fährhafen an der Ostsee eröffnet. Das Besonders ist der Breitspurbahnhof, denn der Fährhafen Sassnitz ist der Einzige in Mitteleuropa für Breitspur-Zugwaggons, wie sie im Baltikum, in Finnland und Russland in Betrieb sind. Dieser erleichtert das Umladen der Güter aus dem Norden und Osten.